Die Landschaftsmalerei wird in der alten Fayence-Malerei-Technik ausgeführt. Unsere Dekore sind eigene kreative Entwürfe. Die reiche Farbpalette und die Vielseitigkeit der Pinselarbeit ermöglicht es, ganze Landschaftsbilder, Sagen- und Märchenfiguren, Schriften und individuelle Kundenwünsche auf die Keramiken aufzumalen und in der Glasur festzubrennen. Da die Farbe, wie nachfolgend beschrieben, in der Glasur eingebettet wird, bleiben die Farben auch nach dem Geschirrspülerbad erhalten.
Fayence-Malerei
Die Fayencetechnik wurde schon im alten Ägypten angewendet und gelangte im 16. Jahrhundert nach Deutschland.
Bei der Fayencemalerei handelt es sich um einen rot brennenden Scherben mit weiß deckender Glasur.
Nach dem Trocknen wird der handgedrehte Rohling im Schrühbrand bei 900 Grad ein erstes Mal gebrannt. Anschließend erhält das Gefäß die typische weiße Glasur. Mit einem Pinsel wird die aus Metalloxiden (es werden heute nur ungiftige, lebensmittelgeeignete Metalloxide verwendet) bestehende Malfarbe aufgetragen.
Da sich die Malerei unmittelbar auf der frischen Glasur befindet, kann sie nicht mehr korrigiert werden. Erst beim zweiten Brand, dem Glattbrand, mit einer Temperatur von 1035 Grad verschmilzt (versintert) beides zu einer Einheit. Durch die Versinterung entsteht eine glatte, wasser- und säureabweisende, harte Glasurschicht.
Liebhaber der Fayence-Malerei schätzen die große Farbpalette und feinste Pinseldekoration, die der Kreativität freie Gestaltung gewährt. Sie wissen jedoch auch, daß die Farbschönheit nur durch die für Keramik relativ niedrige Brenntemperatur erreicht wird. Die durch den Herstellungsprozess bedingten glasurfreien Tonränder (z.B. Teller-, Vasenfüße) sind noch gering porös, das heißt sie können geringfügig Wasser aufnehmen oder abgeben (umgangssprachlich als „Schwitzen“ bezeichnet) und über einen längeren Zeitraum feinste Haarrisse aufzeigen (Vorsicht bei Frost, Holzmöbeln sowie Mikrowelle).
Letztgenannte Eigenschaften sind keine Qualitätsmängel sondern sind Fayencekeramiken eigen. Bestätigt wird dies durch zahlreiche alte und wertvolle Fayencekeramiken in den Kunstmuseen, z.B. auch im Handwerks-Kunstmuseum Dresden.
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