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Historisches
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Die wohl ältesten Funde einer menschlichen Ansiedlung in Dürrwicknitz sind im Museum der Westlausitz in Kamenz zu sehen und stammen aus der Eisenzeit (Tonscherben und Eisenschaft einer Streitaxt).
Der Ortsname Dürrwicknitz - Wetenca läßt sich von den "Vethenici" ableiten, die 1002 in der Vorburg von Meißen bezeugt sind. Sie waren Dienstmannen, die ihren Dienst zu Roß leisteten. Diese waren auch die Hüter der hohen Straße, der "Via Regia". (Aus: J. Meskank, Wotrow a wokolina, LND Bautzen 1958). Die alte Handels- und Pilgerstrasse "Via Regia" führte direkt durch Dürrwicknitz und existiert in einem kleinen Originalstück am Ortsausgang in Richtung Höflein als jetziger Feld-, Wander und Pilgerweg.
Der Ort Dürrwicknitz wurde schriftlich das erste Mal 1225 in der Pachturkunde des Klosters Sankt Marienstern erwähnt.
Genau datierte Aufzeichnungen über die Entstehung unseres Dreiseitbauernhofes sind leider nicht mehr vorhanden. Wahrscheinlich wurden alle Papiere und Kennzeichnungen im großen Brand im 19. Jahrhundert zerstört, der fast die gesamten Anwesen des Ortes vernichtete. Allteingesessene berichten, daß als ältesten Gebäude des Ortes, die Mittelscheune unseres Anwesens den Brand überstand. Doch konnte bisher auch dort kein genauer Beweis über das Alter des Gebäudes gefunden werden. Im alten Heimatbuch Kreis Kamenz wird auf die Betsäule von 1789 Bezug genommen und auf "einzelne Gebäude mit sehr altem Ursprung" sowie auf "Fundstücke mittelslawischer, frühdeutscher und mittelalterlicher Scherbenfunde in Siedlungsgruben" verwiesen, jedoch alles ohne Datumsangaben.
Im alten Wohnhaus unseres Dreiseithofes war viele Jahrhunderte eine kleine bäuerliche Gaststube untergebracht. In der Kindheitserinnerung der Dorfbewohner wurde hier Bier, Limonade vom Faß und Schnaps ausgeschenkt sowie Quarkstullen mit saurer Gurke verkauft.
In der Seitenscheune war ein Kuhstall, Pferdestall, Schweine- und Hühnerstall. Der Pferdestall wurde oft von Osterreitern zum Unterstellen der Prozessionspferde angemietet. Zu dem Hof gehörten noch einige separate Felder, welche aber in der jetzigen Generation nicht mehr an den Hof gebunden sind.
Die Gebäude des Dreiseithofes befanden sich 1991 in sehr schlechtem baulichen Zustand.
1994 wurde das Stallgebäude unter Beachtung des Denkmalschutzes restauriert und als Töpferwerkstatt und Wohnhaus umgebaut.
Die kleine Mittelscheune (steht unter Denkmalschutz) wurde ab 2003 restauriert und im Jahr 2005 als Ferienhaus und kreative Begegnungsstätte (siehe Termine, Seminare) fertiggestellt.
Das alte Wohnhaus und Herberge ist ab 2004 zur Übernachtung für Pilger, aber auch für andere Gäste geöffnet (siehe Jacobspilgerherberge).
Im Jahre 1991 wurde der Hof an eine junge sorbisch - deutsche Familie übergeben.
Cornelia und Stanislaus Bedrich beschäftigen sich beruflich mit Keramik- und Bauingenieurkunde, Lehmbau, und moderner Werkstoffkunde. Cornelia Bedrich ist auch in künstlerischen Bereichen der Keramik und Malerei selbstständig tätig (siehe Keramikprodukte, Bauen mit Lehm). Seit über 10 Jahren organisiert und leitet sie Seminare und Kurse für Kinder, Schüler und Erwachsene und pflegt die Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen und Vereinen im künstlerischen Bereich, Schwerpunkt Keramik. Seit 2003 arbeitet sie auch im kunsttherapeutischen Bereich. Sie zeichnet und modelliert Sorbische Figuren und Märchen. Sie hatte bereits mehrere Ausstellungen zur Person. Unter anderem in der "Lodka" in Cottbus, im Haus der Sorben in Bautzen, in der Künstlergilde Herrnhut oder auch im Schloss Moritzburg. 2009 veröffentlichte sie mit dem Dresdner Verlag Meier ein Kinder - Fahrrad - Ferienbuch "Abenteuer im Zaubererland der Oberlausitz" mit Geschichten und Sagen, Radkarten und Rätseln. |



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